Kühried

Kapellen in Kühried
(Aufzeichnungen von Josef Klier, 1997)

A) Die Kapelle von 1830 – 1870:(aus Unterlagen des Josef Thanner)
Bereits im Jahr 1830 erbaute Johann Lehner (Vorfahr der Thanner) eine Kapelle im hinteren Dorfbereich. Diese wurde nach 40 Jahren wegen  Mauerschäden abgebrochen.

B) Die Moarx’n Kapelle 1870 – 1963:
(aus Unterlagen des Josef Thanner und Auskunft des LRA-SAD, Tiefb-Abtlg.)
Im Jahr 1870 wurde die 9 x 11,5 Fuß (2,82 x 3,60 Meter) große  Kapelle gebaut und gehörte den Moarx’n. Ein Holzaltar, Bilder, Holzfiguren und ein Kreuz schmückten das Innere. Der Erbauer war Johann Lehner (Bruder von Gottfried Lehner), Vorfahr der jetzigen Thanner Hs-Nr. 13  (Hausname Moarx’n), der Bauplan aus dem Jahre 1870 ist heute noch in deren Besitz.
Auf einem Holzschild an der Türe war zu lesen: „Ich, Johannes Lehner, Freikünstler von Kierieth, hab das ewige Gottes Angedenk erricht, o ihr Wohllebende vergesset Gott auch nicht und betet auch einen Vaterunser für mich“.
Wegen des Kreisstraßenbaus durch die Ortschaft wurde im Jahre 1963 diese Kapelle abgebrochen. Thanners  beabsichtigten, eine neue Kapelle zu errichten. Als im Jahre 1978/1979 das alte Thanner-Wohnhaus und die Scheune abgebrochen wurden, stellen Theresia und Josef Thanner den Kühriedern dieses Grundstück kostenlos für den Kapellenbau zur Verfügung. Die Kührieder nahmen das Angebot an und bauten die jetzige Kapelle.

C) Die jetzige Dorfkapelle:
Vom 19.03. – 10.09.1983 erbaut und am 11.09.1983 vom H. H. Pfarrer Ludwig Weiß, dem Hl. Johannes dem Täufer geweiht, steht sie unmittelbar  nach dem Ortseingang von Wildstein kommend, gegenüber dem Anwesen Thanner, an der Kreisstraße SAD-43.
Mit einer Größe von 4,99 x 8,24 m, mit roten Biberschwanzdachziegeln eingedecktem Spitzdach, einer Dachneigung  von 55 Grad, mit Kupferblech verkleidetem Glockenturm, auf dessen Spitze ein Metallkreuz gegen den Himmel ragt, ist sie das Schmuckstück der Kührieder.
Die Glocke, 80 kg, 53 cm Durchmesser, gegossen aus Bronze  von 78 % Kupfer und 22 % Zinn, am 24.06.1983 um 15.00 Uhr in der Glockengießerei Perner in Passau, unter Anwesenheit von H. H. Pfr. Ludwig Weiß und 27 Kühriedern, hat im Turm nur so viel Platz, dass sie beim Läuten,  seitlich sichtbar ausschwenkt. Dreimal täglich oder bei Sterbefällen ruft die elektrisch angetriebene Glocke mit ihrem G2-Ton unüberhörbar zum Gebet.
Im Inneren der Kapelle schmücken die Holzfiguren des Hl. Johannes des Täufers und der Hl. Mutter Gott (Passauer Madonna) das an der Wand hängende hölzerne Christuskreuz und den darunter stehenden Altartisch. Eine Holzfigur des Hl. Wendelin und ein tragbares Kreuz, stammen aus der ehemaligen Moarx’n-Kapelle. Die vorhandenen Kreuzwegbilder wurden erst im Jahre 1993 beschafft. Die 32 Sitzplätze sind bei einem Sterberosenkranz zu wenig, jedoch bei sonstigen Gebetstagen nicht überfüllt.

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